Ein leidiges Thema ist die Schul-IT und BYOD. Nicht, dass wir uns gegen BYOD wehren würden (wie in Politikerkreisen offenbar erzählt wird). Im Gegenteil. Aber wir möchten, dass der grosse zusätzliche Aufwand, den die Umstellung mit sich bringt, nicht alleine auf die Lehrpersonen abgewältzt wird. Es gab schon eine ganze Reihe von Vorstössen. Derzeit ist ein Antrag hängig: alle kantonalen Angestellten erhalten neu ein persönliches Gerät vom Kanton, ebenso alle gemeindlichen Lehrpersonen.

 Wir haben zudem eine Abklärung über unsere Rechtsschutzversicherung in Auftrag gegeben. Nach Abklärung aller Fragen und vor allem im Sinne eines langfristigen Erfolgs haben wir uns dafür entschieden, mit den Behörden im Gespräch zu bleiben. Wir bringen unsere Anliegen über diesen Weg ein. Von einer Klage sehen wir derzeit ab.

Problematisch ist weiter, dass die Auslagen für die IT-Infrastruktur des Kantons zurückgeschraubt wurden. Auf den Help-Seiten fehlen neue Anleitungen. Die Stellen der Personen, die diese Anleitungen verfasst haben, wurden wegrationalisiert. Bei den externen Firmen müssen wir das billigste Angebot nehmen – so dass an der KSZ ein Teil der IT erst eine Woche nach Schuilbeginn zu laufen begann. Weiterentwicklungen des bisherigen Systems sind nur gegen grosse Widerstände möglich.

Hinzu kommen seit dem Beginn von BYOD erste Erfahrungen mit Schäden. Derzeit ist die Hausratsversicherung der einzelnen Personen dafür zuständig. Das ist eine stossende Situation, die nicht so bleiben darf.

Das ist alles andere als optimal und schlechter als in anderen Kantonen.  Der VMZug wird nicht locker lassen, solange die Finanzierung aus unserer Sicht nicht in Ordnung ist.

Letztes Jahr haben wir die reduzierte Zusammenarbeit zwischen den Schulleitungen und Lehrkörpern in Sachen BYOD beklagt und angeregt, dass es eine gemeinsame Konferenz geben könnte. In der Zwischenzeit haben mehrere Fachschaften die Gelegneheit genutzt, sich zu dem Thema auszutauschen. Im nächsten Frühjahr organisieren die Schulleitungen eine grössere gemeinsame Konferenz. Wir freuen uns und sind gespannt.

 

 

Die Kantonsrätinnen Eshter Haas, Rita Hofer, Anastas Odermatt, Vroni Straub-Müller und Tabea Zimmermann haben ein Postulat "zur Stärkung der Sekundarschule" eingereicht. Sie fordern eine markante Verschiebung vom Lang- hin zum Kurzzeitgymnasium.  Die Berufsbildung soll dadurch gestärkt werden. Für das Schuljahr 2019/20 ist die Zuweisungsquote ans Langzeitgymnasium im Kanton Zug auf 21.9 Prozent gestiegen.

Der Kantonsrat hat beschlossen, den Antrag nicht weiter zu verfolgen.  Wir vom VMZug sind froh. Es ist aber auch klar, dass die Diskussion weitergeht. Neue Anträge bezüglich Langzeitgymi sind in Vorbereitung.

Eine wichtige Frage wird sein: Wieso steigt die Gymnasialquote? Erwarten wir immer weniger von unseren SchülerInnen? Oder gibt es immer mehr bildungsnahe Familien und die Leistung steigt? Der hohe Studienerfolg deutet darauf hin, dass wir die richtigen SchülerInnen haben. Wenn aber das Niveau steigt - weshalb dann diese Probleme in der Oberstufe? Wir werden dem Regierungsrat beantragen, zu diesen Fragen Stellung zu beziehen. 

 

An der GV des LVZ präsentierte Samuel Zingg, Mitglied Geschäftsleitung LCH, Resultate zur Arbeitszeiterhebung vom Frühling 2019. Die Vollzeitangestellten leisten ein bisschen weniger Überzeit als bisher. Hier scheint sich eine Verbesserung abzuzeichnen. Teilzeitangestellte hingegen leisten immer noch sehr viele Überstunden. Besonders schlimm am Gymnasium. Lehrpersonen mit Teilzeitstellen werden auf allen Seiten benachteiligt: Sie haben schlechtere Stundenpläne, handeln sich Nachteile bei der Pensionskasse ein und leisten erst noch mehr Überzeit. Das Thema bleibt bei allen Lehrerverbänden aktuell.

 

 

Gemäss Geschäftsbericht 2018 weist der Kanton Zug einen Ertragsüberschuss von 150 Mio CHF auf. Im Geschäftsbericht heisst es:

Aufgrund des guten Ergebnisses der Jahresrechnung 2018 wird den Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung unter folgenden Bedingungen eine Einmalzulage von insgesamt 2,6 Millionen Franken ausbezahlt. Die Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung inklusive der Lehrpersonen erhalten eine Einmalzulage von pauschal 1600 Franken bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent bzw. anteilsmässig gemäss Beschäftigungsgrad zum Zeitpunkt der Auszahlung, die mit dem Januarlohn 2020 erfolgt.

Wir nehmen diese Ausschüttung dankend zur Kenntnis. Wir bedauern aber, dass trotz Übschuss kein Geld in Sachbudgets zurückfliesst.

 

Der Vorstand des VM Zug traf sich 2019 in fünf ordentlichen Vorstandssitzungen. Er pflegt die Beziehung zu anderen Vereinen. Wir sind im Vorstand des LVZ und des Konvent der KSZ vertreten. Wir tauschen uns an der Delegierten- und Präsidentenkonferenzen mit dem VSG aus und erledigen die jährlichen Erhebungen zu Lohn, Pensionskassen, Arbeitsbedigungen u.s.w. des VSG. Als Vorstandsmitglieder des LVZ treffen wir uns halbjährlich mit Heinz Tännler (Finanzdirektion) und halbjährlich mit Stephan Schleiss (DBK/AMH). Wir erachten den Einsitz in diese Gremien (wie auch in der Schulkommissionen) als ausserordentlich wichtig. Manchmal kann man bei Entscheidungen, die sich anbahnen, Einfluss nehmen, bevor "das Fuder geführt ist".