Eigentlich sollten die Mittelschulen am achten Juni wieder öffnen. Daraus wird nun nichts. Im Kanton Zug wird der Fernunterricht für das Mittel- und Obergymnasium, die Fach- und Wirtschaftsmittelschule bis zu den Sommerferien verlängert. Grund ist vor allem die Abstandsregel, die nicht umgesetzt werden kann. Abgemildert wird die Verlängerung des Fernunterrichts durch Präsenzhalbtage für Halbklassen bzw. mit wenigen Präsenzfenstern an der FMS und einzelne Prüfungstermine für die FünftklässlerInnen im Gymnasium und für Abschlussklassen an der FMS. Präsenzunterricht gibt es nur für das Untergymnasium. 
Der Vorstand des VMZug bedauert es sehr, dass die Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler in der Mittel- und Oberstufe bis Ende Schuljahr kaum persönlich sehen und unterrichten können. Doch er stellt sich hinter die Entscheidung von Behörden und Schulleitung: Die Gesundheit der Lernenden und Lehrenden steht selbstredend an erster Stelle. 
 
 

Der Kanton Zug erhöht den Beitrag an die Computer, welche im Rahmen von Bring Your Own Device BYOD im Unterricht eingesetzt werden. Bei einem Hundert-Prozent-Pensum bezahlt er den Lehrpersonen statt 500 Franken neu 750 Franken alle drei Jahre. Hinzu kommen Zuschläge bei kleinen Pensen, um auch dort eine verbesserte Beteiligung des Kantons sicherzustellen. Hinzu kommt das Software-Paket: Den Lehrpersonen wird u.a. Microsoft Office und Adobe CC zur Verfügung gestellt. Die neue Regelung gilt ab dem Schuljahr 2020/21. Der VMZug ist erfreut über diesen Entscheid, obwohl auch diese Erhöhung die effektiven Kosten nicht deckt. Der Verein hat sich in der Vergangenheit wiederholt und vehement für eine Erhöhung der Kantonsbeiträge an die Geräte der Lehrpersonen eingesetzt.

 

Ein leidiges Thema ist die Schul-IT und BYOD. Nicht, dass wir uns gegen BYOD wehren würden (wie in Politikerkreisen offenbar erzählt wird). Im Gegenteil. Aber wir möchten, dass der grosse zusätzliche Aufwand, den die Umstellung mit sich bringt, nicht alleine auf die Lehrpersonen abgewältzt wird. Es gab schon eine ganze Reihe von Vorstössen. Derzeit ist ein Antrag hängig: alle kantonalen Angestellten erhalten neu ein persönliches Gerät vom Kanton, ebenso alle gemeindlichen Lehrpersonen.

Der VMZug hat bei einer Mitgliederumfrage erhoben, welche Beträge die Lehrpersonen bis Dezember 2019 ausgegeben haben, um sich für BYOD-auszurüsten.

Die Umfrage zeigte, dass knapp 60 Lehrpersonen, die bereits BYOD unterrichten, eine Summe von 120'000.- CHF für Computerinfrastruktur und Programme ausgegeben haben, pro Person also rund 2030.- 

Zu den Umfrageresultaten

 

Gemäss Geschäftsbericht 2018 weist der Kanton Zug einen Ertragsüberschuss von 150 Mio CHF auf. Im Geschäftsbericht heisst es:

Aufgrund des guten Ergebnisses der Jahresrechnung 2018 wird den Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung unter folgenden Bedingungen eine Einmalzulage von insgesamt 2,6 Millionen Franken ausbezahlt. Die Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung inklusive der Lehrpersonen erhalten eine Einmalzulage von pauschal 1600 Franken bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent bzw. anteilsmässig gemäss Beschäftigungsgrad zum Zeitpunkt der Auszahlung, die mit dem Januarlohn 2020 erfolgt.

Wir nehmen diese Ausschüttung dankend zur Kenntnis. Wir bedauern aber, dass trotz Übschuss kein Geld in Sachbudgets zurückfliesst.