Der Kanton Zug macht bei den kantonalen Schulen vor, wie man es nicht machen sollte. Landauf, landab wird von "Digitalisierung" gesprochen. Der Kanton Zug sieht sich gezwungen, den Umgang mit Computern im Unterricht zu forcieren und setzt dabei auf "bring your own device", kurz BYOD. Leider sind die Gelingensbedingungen von BYOD nicht bis zu den Verantwortungsträgern durchgedrungen. So herrscht immer noch die Meinung vor, dass man die Digitalisierung wesentlich voranbringt, wenn Schülerinnen und Schülern lediglich ein Gerät (auf eigene Kosten) vorgeschrieben wird. Ein sinnvoller Einsatz von Technik im Unterricht ist anspruchsvoll. Die Lehrperson braucht entsprechendes Fachwissen, damit sie die Lernenden anleiten und als Vorbild wirken kann. Dies erfordert vorrangig eine zweckmässige Infrastruktur und bedarfsgerechte Weiterbildungen der Lehrpersonen, sowie Lehrmittel mit digitalen Lernwegen.

Die Lehrpersonen der kantonalen Schulen müssen sich neuerdings selber ein Gerät anschaffen und werden dafür mit Fr. 167.- pro Jahr entschädigt. Der Regierungsrat ist der Meinung, dass dies für die Anschaffung, Wartung und Reparaturen ausreicht. Bei Teilpensen wird der Betrag nur anteilsmässig ausgerichtet, als ob Teilzeitangestellte keinen ganzen Computer brauchen würden. Die Kosten für die Digitalisierung an den kantonalen Schulen sollen die Schülerinnen und Schüler und die Lehrpersonen selber bezahlen. Der LVZ wehrt sich gegen solche Auswüchse von Rappenspalterei und erwartet eine professionell konzipierte und finanzierte Digitalisierungsoffensive. Dafür setzen wir uns auf allen Ebenen ein. Die Frage sei erlaubt: Warum muss sich der LVZ darum bemühen? Wäre nicht genau das Aufgabe der Politik?

 

Quelle: lvz.ch

Der Umgang mit den Absenzen im Zusammenhang mit dem Klimastreik gibt derzeit zu reden. Der VMZug hat beim Amt für Mittelschulen Zug und den Schulleitungen einen Antrag eingereicht. Wir erwarten, dass die achtenswerten Motive der Streikenden neben der Absenzenordnung auch berücksichtigt werden. Der Klimaschutz und das politische Engagement sind wichtige Werte unserer Bildungsstätten. Der VMZug bleibt dran. 

 

 

Bring Your Own Device, heisst das Gebot der Stunde: Bring deinen eigenen Laptop zur Schule. Das gilt sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrpersonen. Die Lernenden der Kantonsschulen müssen ihre Geräte auf eigene Kosten anschaffen, ausrüsten, versichern und unterhalten, während die Lernenden der gemeindlichen Schulen ein Gerät zur Verfügung erhalten. Die Lehrpersonen kriegen für ihr Gerät vom Kanton pro Jahr 167 Franken - wenn sie 100 Prozent arbeiten. Lehrpersonen im Teilpensum erhalten entsprechend weniger. Dieser Betrag irritiert, denn er liegt weit unter den tatsächlichen Kosten. Der VMZug setzt sich dafür ein, dass die die Lehrpersonen ihre Schule nicht auf eigene Kosten ausrüsten müssen.

Derweil macht eine kreative Idee in der Lehrerschaft die Runde: Statt den Kantonsbeitrag anzunehmen, kann man ihn spenden, beispielsweise dem Förderverein «Kinder der Zukunft». Mit einem Beitrag, der bei uns bei einem Teilpensum nicht einmal für den Zubehör ausreicht, kann man in diesem Projekt wirklich etwas bewirken.  

Ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen ist auch uns wichtig. Aber Kleinkrämer sind wir keine - und wir wollen auch nicht, dass die Schulen von keinkrämerischem Denken dominiert werden.

Am 7. März fand ein Apero verschiedener Zuger Personalverbände mit den Zuger KantonsrätInnen statt. Auch der VMZug war präsent. Es fanden zahlreiche Gespräche in guter Atmosphäre statt.

Euer Vorstand

 

Die Mittelschulen im Kanton sind daran, Weiterbildungen im Bereich BYOD zu organisieren. Der VMZug begrüsst diese Bemühungen. Gleichzeitig hält er fest: Das bisherige Weiterbildungsangebot reicht nicht. Das produktive Nutzen der neuen digitalen Möglichkeiten muss erlernt werden. Das ist zeitintensiv und verlangt nach zusätzlichen Gefässen.